Hodlwood

Eine Höhle.Ein Baum.Ein Schritt auf einmal.

Ich bin Bernd Schock. Seit 2017 baue ich Baumhöhlen für wilde Honigbienen und andere Tiere, die im Wald keine Höhle mehr finden.

Das grüne Band zeigt den Weg. Es beginnt 2017 und führt zu fünf Vorhaben.

Baumhöhle aus einem Kiefernstamm mit flachem Dach an einer Kiefer. Darunter stehen zwei Rinder auf einer Weide.

[Platzhalter: Ort und Jahr der Aufnahme, Bernd liefert nach]

2017Brandenburg

2017: Der erste Stamm

2017 stehen die ersten Klotzbeuten in Brandenburg. Eine Klotzbeute ist ein ausgehöhlter Stammabschnitt, in dem Honigbienen wohnen können. Zeidler haben das über Jahrhunderte so gemacht. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verschwand diese Baumimkerei in Mitteleuropa fast überall.

Das Handwerk lerne ich bei aktiven Zeidlern in Polen. Ich baue mit handgeschmiedeten Werkzeugen und hänge die Stämme in den Wald.

2017erste Standorte in Brandenburg
2019bis 2021

2019 bis 2021: Werkstatt und Wald

2019 und 2020 finden im Umweltbildungszentrum Drei Eichen in Buckow die ersten Zeidler-Workshops statt. 2020 fördert LEADER Brandenburg das Vorhaben „Klotzbeuten und Bienenhöhlen nach Zeidlerart“. Träger ist der Verein Äpfel und Konsorten, ich leite das Projekt. Die Beuten entstehen mit traditionellen Zeidlerwerkzeugen und werden im Wald installiert.

2020LEADER-Vorhaben, Land Brandenburg
2022Buckow

2022: Hodlwood

Im Januar 2022 trägt das Amtsgericht Frankfurt (Oder) die Hodlwood UG ein. Aus dem Handwerk wird ein Betrieb, der Baumhöhlen entwickelt, baut und dokumentiert.

Im selben Jahr beginnt mit dem Verein Naturschutzpark Märkische Schweiz die Kompetenzstelle Zeidlerei. Dort entstehen nach meiner Angabe die ersten 15 Baumhöhlen-Habitate.

25. Januar 2022Eintragung Hodlwood UG
2023Märkische Schweiz

2023: Weitergeben

Vom 10. bis 12. November 2023 leite ich im Naturpark Märkische Schweiz einen dreitägigen Workshop „Baumhöhlen für Honigbienen“. Mit mir unterrichten die polnischen Zeidler Jacek Adamczewski und Andrzej Pazura. Die Teilnehmenden arbeiten mit handgeschmiedeten Werkzeugen Höhlungen in Holzstämme und lernen, die Stämme für Honigbienen im Baum zu installieren. Die Mellifera-Regionalgruppe Berlin lädt zu dem Workshop ein.

3 TageWorkshop im Naturpark Märkische Schweiz
Zeichnung der Baumhöhle mit Maßen Ansicht von vorn: ein Kiefernstamm, 100 Zentimeter hoch und 50 bis 60 Zentimeter dick, mit flachem Dach, Bodenverschluss und zwei Gurten. Innen ein Hohlraum von 30 Zentimetern Durchmesser und 60 Zentimetern Länge mit 42 Litern Volumen. Das hochovale Einflugloch misst 8 mal 13 Zentimeter. Die Wand ist 10 bis 15 Zentimeter stark. 42 Liter Ø 50 bis 60 cm 100 cm Wand 10 bis 15 cm Ø 30 cm 60 cm Loch 8 × 13 cm

Ansicht von vorn, Hohlraum gestrichelt. Skizze nach den Maßen der Konstruktionszeichnung, nicht maßstabsgetreu.

Die Baumhöhle

Heute gibt es nur noch eine Bauform. Sie ist ein Stammabschnitt, kein Nistkasten.

Die Höhle besteht aus einem Kiefernstamm, einen Meter lang und 50 bis 60 Zentimeter dick. Er ist entrindet und mit Leinöl versiegelt. Innen fasst sie 42 Liter. Die Wand ist 10 bis 15 Zentimeter stark und die Höhle wiegt rund 108 Kilogramm. Dach, Bodenverschluss und zwei Sicherungsgurte halten sie am Träger. Das ist ein lebender Baum oder ein Pfahl aus Robinie von etwa vier Metern. Mit der Leinölversiegelung hält sie nach meiner Angabe 25 Jahre.

Das Einflugloch ist hochoval, 8 mal 13 Zentimeter, ähnlich einer Schwarzspechthöhle. Für wilde Honigbienen gibt es ein rundes Flugloch von ein bis zwei Zentimetern.

Baumhöhle von Hodlwood und handelsüblicher Kasten
MerkmalBaumhöhleKasten
Volumen42 Literwenige Liter
Wandstärke10 bis 15 cm2 bis 3 cm
Gewichtrund 108 kgwenige kg

Die dicke Wand puffert Hitze und Kälte. Das lässt sich messen. Ob dadurch mehr Tiere einziehen, zeigt erst der Pilot.

43
Baumhöhlen sind nach meiner Angabe installiert.
bis zu 65
Arten kommen als Bewohner infrage.Nachgewiesen sind bisher Honigbienen, Wildbienen, Hornissen, Kleinsäuger und Vögel.
bis zu 110 Mio.
großvolumige Baumhöhlen fehlen nach Schätzungen aus der Forstforschung in Deutschlands Wäldern.

Im Oktober 2025 hat die IUCN die wildlebende Westliche Honigbiene in der EU als stark gefährdet eingestuft. Ihr fehlt der Wohnraum, den eine Baumhöhle bietet.

Fünf Vorhaben, ein Band

Aus den Baumhöhlen sind fünf Vorhaben entstanden. Bei jedem steht, wer es trägt und was schon feststeht.

Baumhöhlen in Berlin und Vorpommern bewilligt

Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin fördert 15 Baumhöhlen in den Berliner Forsten mit 90.000 Euro. Der Bescheid stammt vom 22. Juni 2026, das Vorhaben läuft bis zum 30. Juni 2027. Die Höhlen sollen Verbindungswege für wilde Honigbienen und andere höhlenbewohnende Arten bilden.

In Vorpommern entsteht der Zeidlerweg Peenetal. Träger ist der Verein Vorpommersche Dorfstraße, ich bin der gewählte Anbieter für Herstellung und Installation. Der LEADER-Bescheid über 105.580,64 Euro stammt vom 15. September 2026.

Taste 1

Rewilding Oder Delta in Arbeit, Entscheidung offen

Der Verein Rewilding Oder Delta macht sich für mehr wilde Natur im Odertal stark. Mit ihm arbeite ich an der Bienenstraße, einem Interreg-Vorhaben (Antrag POMMBEE) für Baumhöhlen und wilde Honigbienen in Vorpommern.

Taste 2

ÖSYS in Gründung

Die Ökosystemleistungen GmbH (ÖSYS) ist in Gründung und noch nicht im Handelsregister eingetragen. Ich bin mit zwei Mitgründern beteiligt. ÖSYS soll Baumhöhlen als messbaren Beitrag zur Biodiversität verfügbar machen: mit einem Mess-, Berichts- und Prüfsystem, das noch in Entwicklung ist. Als Pilot in Vorpommern ist das Ziel, bis Ende 2029 100 Höhlen aufzustellen.

Taste 3

OTT im Aufbau

OTT ist eine Kampagne, die Bäume pflanzt und Blühflächen anlegt. Prominente und die Community sollen sich in kurzen Clips herausfordern: Wer pflanzt schneller? Jede Pflanzung soll mit Ort, Foto und QR-Code dokumentiert werden. Das Ziel sind eine Milliarde Bäume in Deutschland, Österreich und der Schweiz. OTT ist im Aufbau.

Taste 4

Aquaminer Beteiligung

Ich bin an der Smart Refill Network GmbH in Berlin beteiligt. Das Unternehmen entwickelt mit Aquaminer eine Technik für kostenloses Trinkwasser im öffentlichen Raum. Ein Pilot in Berlin ist geplant. Geführt wird das Unternehmen von anderen, ich bin Gesellschafter.

Taste 5

Wer ich bin

Ich bin Bernd Schock, Gründer der Hodlwood UG. Ich habe dieses Projekt im Wald entwickelt, nicht im Büro. Ich baue die Höhlen selbst, mit Zeidlerwerkzeugen und mit Maschine, und gebe das Handwerk in Workshops weiter.

Nach meiner Angabe habe ich zwischen 2019 und 2025 rund 360.000 Euro an Sponsoring und Fördermitteln eingeworben, über vier Partnerkörperschaften: Äpfel und Konsorten e.V., Terra Segura e.V., die Hodlwood UG und den Verein Naturschutzpark Märkische Schweiz. Damit wurden Baumhöhlen, Werkzeuge, Expertentreffen, Workshops, Feldforschung und Prototypen bezahlt.

Ein Partnerprojekt: Zeidlerei Märkische Schweiz.

Fragen

Was ist Zeidlerei?

Zeidlerei ist die alte Baumimkerei. Honigbienen leben dabei in Baumhöhlen oder Klotzbeuten hoch im Wald. Sie verschwand in Mitteleuropa bis Ende des 19. Jahrhunderts fast überall.

Gibt es in Deutschland noch wilde Honigbienen?

Ja, aber wie viele es sind, ist unsicher. Die IUCN stuft die wildlebende Westliche Honigbiene seit Oktober 2025 in der EU als stark gefährdet ein.

Was ist ein Habitatbaum?

Ein Habitatbaum bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum, zum Beispiel mit Höhlen, Rissen oder Totholz. Natürliche Höhlen brauchen oft Jahrzehnte, bis sie entstehen.

Wie unterscheidet sich Ihre Baumhöhle von einem Nistkasten?

Sie ist ein massiver Stammabschnitt mit 42 Litern Innenraum und 10 bis 15 Zentimetern Wand. Ein handelsüblicher Kasten hat 2 bis 3 Zentimeter Wand und wenige Liter.

Wo hängen Ihre Baumhöhlen?

Bisher in Brandenburg, Berlin und Sachsen. In Vorpommern und den Berliner Forsten entstehen neue.

Wie kann ich mitmachen?

Schreiben Sie mir. Ich antworte per E-Mail.

Schreiben Sie mir.

Wenn Sie eine Fläche haben, ein Vorhaben fördern möchten oder eine Frage zu Baumhöhlen haben, schreiben Sie mir eine E-Mail.

bernd@hodlwood.eu